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Übersicht über die Schauspiele und Lesungen
NEU: Märchen von starken Frauen literarisch-musikalischer Salon Wo Liebe nicht ist, sprich das Wort nicht aus/Johannes Bobrowski Leiden und Kämpfen sind die Organe des Werdens/Ernst Barlach
Seespeck/Ernst Barlach Der Junge und das Meer/Tschingis Aitmatow An Stelle von Heimat halte ich die Verwandlungen der Welt/Nelly Sachs
Die Memoiren des Peterhans von Binningen/Curt Goetz Krabat/Roman von Otfried Preußler Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull/Romanfragment von Thomas Mann
NEU: Wilmi und Wolfgang Gerber lesen: Märchen von starken Frauen Eine vergnügliche Zwiesprache in Augenhöhe
Im täglichen Leben kennen wir sie alle, und wen wundert es da, wenn sie im Reich der Märchen neu entdeckt werden: die starken Frauen.
Wi und Wo unternehmen mit ihrem Märchenabend eine Reise durch viele Kontinente und begegnen klugen, mutigen, warmherzigen und selbstbewussten Frauen. Dass dabei nicht ein altes Klischee durch ein neues ersetzt wird,
dafür sorgt eine kleine Überraschung.
Für Menschen fast jeden Alters. Dauer: ca. 70 Min. [zurück]
WO LIEBE NICHT IST, SPRICH DAS WORT NICHT AUS
Gedichte und Prosa von JOHANNES BOBROWSKI (1917 - 1965) szenisch dargestellt von Wilmi und Wolfgang Gerber, Leipzig
JOHANNES BOBROWSKI wurde am 9. April 1917 in Tilsit im
damaligen Ostpreußen als Sohn eines Eisenbahnbeamten geboren. Kindheit und Jugend im Gebiet beiderseits der Memel, in Rastenberg und Königsberg. Humanistisches Gymnasium, Abitur.
Beginn des Studiums der Kunstgeschichte. 1939 bis 1945 Soldat, seit 1941 im Krieg gegen die Sowjetunion eingesetzt, bis 1949 in Gefangenschaft. Seitdem in Berlin ansässig. 1950 bis 1959
Cheflektor des Altberliner Verlages Lucie Groszer, 1959 bis zum Tode Lektor für Belletristik im Union Verlag. Verheiratet, vier Kinder. Gestorben am 2. September 1965 in Berlin.
Werke: "Sarmatische Zeit", Gedichte 1961; "Schattenland Ströme"", Gedichte 1962; "Levins Mühle", Roman 1964; "Boehlendorff und Mäusefest", Erzählungen 1965
postum veröffentlicht: "Litauische Klaviere", Roman 1966; "Wetterzeichen", Gedichte 1966; "Der Mahner", kurze Prosa 1967Neuerscheinungen: Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart
Preise: Alma-Johanna-Koenig-Preis; Preis der "Gruppe 47"; Heinrich-Mann-Preis; Charles-Veillon-Preis; F.-C.-Weiskopf-Preis (postum) Übersetzt in ca. 15 Sprachen [Und das sagt die Presse] [zurück]
LEIDEN UND KÄMPFEN SIND DIE ORGANE DES WERDENS
Aus dem literarischen Werk von ERNST BARLACH Es liest und spielt Wolfgang Gerber
Das Programm mit Texten von Ernst Barlach (geb. 1870 in Wedel/Holstein, gest. 1938 in Rostock) stellt das literarische Schaffen dieses großen Künstlers vor. Es ist weniger bekannt als sein plastisches und
grafisches Werk, doch von ebensolcher Dichte und Originalität.
Das Programm vermittelt einen Einblick in die Vielfalt des literarischen Werkes und in das Leben von Ernst Barlach.
Es kommt zur Darstellung:
- Aus dem SELBSTERZÄHLTEN LEBEN - Szenenausschnitt aus dem Drama DER TOTE TAG - Aus Briefen und Aphorismen - Die Puppenspielszene von
- KASPER, TOD UND TEUFEL aus dem Drama DER FINDLING - DIE HEXE EINSAMKEIT, Erzählung
Dauer 75 Minuten. [Und das sagt die Presse] [zurück]
SEESPECK
Aus dem Roman von Ernst Barlach Lesung Wolfgang Gerber
Die skurrile Erzählweise Barlachs wird in der Geschichte des alten Pessims und seines Sohnes sowie in der Episode aus dem Leben Theodor Däublers zum unvergessbaren Erlebnis.
Dauer 75 Minuten. [zurück]
AN STELLE VON HEIMAT HALTE ICH DIE VERWANDLUNGEN DER WELT Die Dichtung der Nelly Sachs
Nelly Sachs wurde am 10. Dezember 1891 in Berlin als Tochter eines reichen jüdischen Fabrikanten geboren. Sie lebte zurückgezogen und begann, orientiert an der romantischen deutschen Dichtung, früh zu
schreiben. Sie war religiös in einem nicht konfessionellen Sinn.
Die Machtübernahme Hitlers veränderte ihr Leben. 1940 gelang ihr mit der Mutter durch Hilfe von Freunden und Vermittlung von Selma Lagerlöff und Prinz Eugen die Flucht nach Schweden. Dort entstanden unter
äußerlich sehr armen Verhältnissen ihre reifen Dichtungen - Gedichte, dramatische Versuche, Übertragungen zeitgenössischer schwedischer Lyrik. Es sind aus dem Schmerz um das Leid Israels und
aus der Sehnsucht nach dem Licht geborene Werke - geschrieben in der Sprache ihrer Peiniger.
Neben anderen Ehrungen erhielt Nelly Sachs 1966 den Nobelpreis für Literatur.
Am 12. Mai 1970, nach Jahren schwerer Krankheit, starb Nelly Sachs in Stockholm.
Rezitation und szenische Darstellung: Wolfgang Gerber Lesung aus Briefen: Wilmi Gerber.
Dauer 60 Minuten.
Rechte: Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main [zurück]
DER JUNGE UND DAS MEER
Roman von Tschingis Aitmatow Lesung Wolfgang Gerber
Der elfjährige Kirisk wird zum ersten Mal mit auf die Robbenjagd genommen. Von seinem Vater, dem Onkel und dem Großvater, dem weisen Organ, soll er das Jägerhandwerk lernen und sich mit dem Meer
vertraut machen. So sieht es der Brauch der Nifchen, einem kleinen Volk am Ochotskischen Meer, vor.
Doch diese Fahrt nimmt eine unerwartete, tragische Wende. Am Ende kehrt Kirisk allein, selbst knapp dem Tod entkommen und ohne Beute heim. Aber in ihm lebt ein großes Vermächtnis fort.
Aitmatow verbindet in dieser gleichnishaften Erzählung den Mythos eines Volkes mit dem Glauben an die Menschlichkeit.
Tschingis Aitmatow wurde 1928 in Kirgisien geboren. Mit der Liebesgeschichte "Dschamila" erlangte er Weltruhm. Er ist Autor zahlreicher Romane und Erzählungen.
Dauer 75 Minuten. [zurück]
DIE MEMOIREN DES PETERHANS VON BINNINGEN von CURT GOETZ
Lesung und szenische Darstellung Wolfgang Gerber
Wer kennt sie nicht, seine herrlichen Theaterstücke, oft aufgeführt und verfilmt: "Hokuspokus", "Das Haus in Montevideo" oder "Dr. med. Hiob Prätorius".
Die LEBENSERINNERUNGEN dieses Dichterkomödianten, der sich hier in seinen Memoiren Peterhans von Binningen nennt, sind eine Attacke auf das Zwerchfell.
Es ist die Geschichte eines begabten jungen Mannes, sein Weg zur Bühne, brillant erzählt, pointiert und komisch, in jenem unverwechselbaren Stil verfasst, der die Werke von Curt Goetz berühmt gemacht hat.
Nahtlos geht hier Lesung in Theaterspiel und Spiel in Lesung über. Ein ungewöhnlicher Theaterabend mit herrlichen Szenen: Das Vorsprechen in der Rolle des Franz Moor vor dem Theateragenten in Berlin, die
erste Rolle von Peterhans in Rostock als Geist von Hamlets Vater und die mysteriöse Geschichte mit der Versenkung! Also, wenn Sie mal wieder lachen wollen ...
Dauer 70 Minuten.
Rechte: Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart [Und das sagt die Presse] [zurück]
KRABAT
Roman von Otfried Preußler Lesung Wolfgang Gerber
Spannend und realistisch schildert Preußler die auf einer wendischen Sage fußende Geschichte des Müllerburschen Krabat. Es ist "die Geschichte eines jungen Menschen, der sich - zunächst aus Neugier
und später in der Hoffnung, sich auf diese Weise ein leichtes und schönes Leben sichern zu können - mit bösen Gewalten einlässt und sich darin verstrickt; und wie es ihm schließlich kraft seines Willens, mit
dem Beistand eines treuen Freundes und durch die zum letzten Opfer bereite Liebe eines Mädchens gelingt, sich aus dieser Verstrickung wieder zu lösen." O. Preußler
Dauer ca. 75 Min. [zurück]
BEKENNTNISSE DES HOCHSTAPLERS FELIX KRULL
Romanfragment von Thomas Mann Lesung Wolfgang Gerber
Zwei der legendär gewordenen Geschichten dieser fiktiven Autobiographie wurden für das Programm ausgewählt: die Musterungsszene und die Begegnung mit Professor Kuckuck auf der Fahrt nach Lissabon
. Die Virtuosität der Sprache, ihre doppelbödige Ironie verleihen der Lesung ihren besonderen Reiz.
Dauer ca. 75 Min. [zurück] |